Kollektiv OutSight

Für die einmonatige Residency in Bad Ischl eröffnet das Kollektiv OutSight ein experimentelles Soundlabor, in dem während vier Wochen mit Klang, Sprache und Projektion gespielt wird. Hauptakteure in diesem Labor werden im Herbst gesammelte Pflanzen sein, die rund um Bad Ischl wachsen und zu den negativ konnotierten invasiven Neophyten zählen. Also nicht die “Dosigen” sondern die “Udosigen”. Diese bilden einen Teil des Labors als “Integrationschor”, wo sie Klänge und Sprache über ihre elektrisch gemessenen (Blatt) Widerstände beeinflussen. Dieses Labor soll regelmäßig seine Türen für Besucher*innen und Interessierte sowie Laufpublikum öffnen und deren Erfahrungen und Kreativität in Form von Interviews, Aufnahmen, Expertenwissen, oral history, Notizen und musikalischem Input sofort oder in einen längeren Prozess des Experimentierens einbinden. Ein Ort für kollektives Schaffen, Entdecken und Beobachten des Arbeitsprozesses von OutSight. 

 

Die Experimentier Werkstätte WÜST MI PFLANZ’N? öffnet am 25. und 26.6. seine Pforten und ermuntert zum Entdecken, Austauschen Hören, Fühlen und Sehen! Sie wird zum Ort des Austausches und die Arbeiten und Eindrücke, welche im Juni gesammelt und verarbeitet wurden, können betrachtet, gefühlt, gehört und gesehen werden. Neue Eindrücke werden im Moment und im Zuge der Performances am 25. um 14, 16 und 18 Uhr eingebunden.

 

Das Kollektiv OutSight:

Die in Maierhöfen-Langau lebende und gebürtige Ebenseer Komponistin und Musikerin Steffi Baron-Neuhuber und die in Graz und Wien lebende Medienkünstlerin Lena Violetta Leitner experimentieren des Längeren mit Pflanzen, Elektronik, Texten und interaktiven sowie kollaborativen Ansätzen. Dabei sind die verwendeten Tools sowohl Instrument als auch Inhalt.

Gemeinsam schaffen die beiden Künstlerinnen als Kollektiv OutSight bereits seit 2011 multimediale Werke, die im Austausch mit Frauen aus unterschiedlichen Ländern und Kunstsparten entstehen. Im Vordergrund stehen das Experiment und die sozial-politischen Themen, sowie die Sichtbarmachung von Frauen in der Kunst.

 

Foto: IZMP (Integrationszentrum für Migrierte Pflanzen)
(Lena Violetta Leitner)
Foto: Universalmuseum Joanneum / N. Lackner

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